Ursachen - Warum komme ich zu schnell

Die Ursachen der Ejaculatio praecox sind inzwischen vollständig erforscht und weitestgehend geklärt. In den letzten 20 Jahren hat man große Fortschritte auf dem Gebiet der Ursachenforschung gemacht.

Man geht inzwischen davon aus, dass der vorzeitige Samenerguss körperliche bzw. neurobiologische Ursachen hat.

Davor war vermutet worden, dass die Ejaculatio praecox rein psychologische Ursachen hat. Diese Ansicht gilt inzwischen jedoch als veraltet.

 

Man unterscheidet zwischen der lebenslangen (primären) und der erworbenen (sekundären) Form der Ejaculatio praecox. Manchmal werden diese auch als genetische und erlernte Form bezeichnet. Bei der lebenslangen Form besteht der vorzeitige Samenerguss seit Beginn der sexuellen Aktivität. Dabei kann die Kontrolle auch bei der Masturbation eingeschränkt sein. Aktuelle Untersuchungen bestätigen eine teilweise genetisch bedingte, Veränderung im Serotonin- bzw. Dopaminhaushalt als Ursache.

 

Die erworbene Form hingegen ist meist die Folge einer antrainierten neuralen Überfunktion (Großteil der Betroffenen) oder einer Grunderkrankung, wie z. B. erektile Dysfunktion, Prostataentzündung, Schilddrüsenerkrankung oder psychische Beschwerden. Sie tritt erst mit der Zeit auf. Es gab also eine Phase mit normaler Ejakulation.

 

Stress und Probleme in der Paarbeziehung stellen einen weiteren Komplex der Ursachenmodelle dar. Bei vielen Betroffenen lassen sich Streit und Stress mit der Partnerin oder dem Partner feststellen. Diese Probleme in der Partnerschaft können auch Ursache der erworbenen Form der Funktionsstörung sein. Heutzutage weiß man, dass diese Konflikte sich zusätzlich negativ auf die lebenslange Form der sexuellen Störung auswirken können. Das bedeutet, dass sich der vorzeitige Samenerguss verschlimmert.

 

Die körperliche Reaktion auf die Botenstoffverarbeitung ist jedoch bei beiden Formen gleich. Der Unterschied besteht in der ursprünglichen Ursache. Entweder der Körper verarbeitet Botenstoffe aufgrund eines genetischen Defektes übermäßig stark oder durch äußere Einflüsse wurde das Wiederaufnahme - Verhalten von Botenstoffen in die Synapse gestört.

Versagensängste z. Bsp. schütten vermehrt Adrenalin aus. Das Adrenalin verhindert eine normale Verarbeitung von Serotonin. (Bsp. für eine erworbene Form)

 

Wie funktionieren unser Nervenzellen und welche Aufgaben haben die Botenstoffe. Sehen Sie hier den Zusammenhang.