Dapoxetin, Xaramax oder die Kombination

Egal welche Variante für Sie zutrifft oder in Frage kommt, die Miteinbeziehung des Partners ist nicht zwingend notwendig jedoch raten wir wenn irgend möglich dazu. 
Gegenseitiges Vertrauen und die gemeinsame Suche nach der (Er) Lösung schweißt jedoch stark zusammen und wirkt sich positiv auf das Empfinden aus.

 

In der Sexualtherapie kommen häufig Techniken zum Einsatz, die betroffenen Männern dabei helfen sollen, die Ejakulation bis zu dem Zeitpunkt, der als „Point of no return“ bekannt ist, wahrzunehmen und ihn zu beeinflussen. Bekannt sind vor allem die Squeeze- und die Stopp-Start-Methode nach Masters und Johnson. In der Praxis sind dies jedoch keine bewährten oder vielversprechenden Methoden. Insbesondere bei der lebenslangen Form des vorzeitigen Samenergusses helfen beide Techniken nicht dauerhaft. Der Vollständigkeit halber wollen wir diese aber zumindest erwähnen.

 

Allgemein


In Fällen, in denen eine Sexualtherapie ebenso wie eine Paartherapie alleine erfolglos sind, können nur Medikamente zum Einsatz kommen, die den Samenerguss über Botenstoffbeeinflussung verzögern. Medikamente können auch unabhängig von einer Sexual- oder Paartherapie zusätzlich eingesetzt werden. Als Mittel stehen in diesen Fällen, Medikamente mit ejakulations- hemmender Wirkung (Xaramax Gel, Xaramax Chreme forte) oder der zur Behandlung des vorzeitigen Samenergusses zugelassene orale Wirkstoff Dapoxetin in Tablettenform (Priligy) zur Verfügung.

 

Keule Chemie oder Lösung ? (Seit 2009)


Ein eigens für die Behandlung der Ejaculatio praecox zugelassenes, oral wirksames Medikament enthält den Wirkstoff Dapoxetin, einen kurz wirksamen Serotonin-Wiederaufnahme Hemmer.

Das verschreibungspflichtige Mittel ist seit Juni 2009 in Deutschland unter dem Handelsnamen Priligy erhältlich (ca. 30 EUR/3 Tabletten à 30 mg Dapoxetin) und wird bei Bedarf ca. ein bis drei Stunden vor dem Sex eingenommen. Es konnte nachgewiesen werden, dass Dapoxetin die Zeit bis zur Ejakulation verlängern kann.

Außerdem verbesserten sich die Kontrolle über die Ejakulation und die Zufriedenheit der Betroffenen. Der Leidensdruck und partnerschaftliche Probleme gingen zurück. Dapoxetin wirkt sowohl bei der lebenslangen als auch der erworbenen Form des vorzeitigen Samenergusses.

 

Den Nachteil von Dapoxetin sehen wir hauptsächlich in der Darreichungsform. Das oral einzunehmende Medikament wirkt systematisch im ganzen Körper und dadurch auf alle neuralen Nervenverbindungen im gesamten Organismus. Es behindert die Synapsen bei der Wiederaufnahme von Serotonin als Botenstoff und somit in der Reizweiterleitung.

Da Serotonin aber noch viele weitere lebenswichtige Körperfunktionen steuert kommt es auch in diesen Bereichen zu einer verminderten Verarbeitung von Serotonin und damit zu unerwünschten Nebenwirkungen.

Am häufigsten treten Kopfschmerzen, Übelkeit, Schweißausbrüche und Erektionsstörungen auf.

 

Unter Anderem wurde die Zulassung von Dapoxetin aufgrund des Nutzen / Risiko - Faktors 2005 in den USA durch die FDA abgelehnt. Die Wirkung ist unbestritten und bestätigt, was leider auch die Nebenwirkungen anbelangt.

 

Perkutaner (haut-gängiger) Botenstoff Blocker Xaramax (Seit 2014)


Ein Gel mit ejakulationshemmender Wirkung das vollständig absorbiert wird hatte stets oberste Priorität bei der Suche nach Hilfsmitteln gegen den vorzeitigen Samenerguss.

 

Als Ergebnis der Botenstoff-Forschung wurde die Möglichkeit mit pflanzlichen Proteinen die Nervenzellen in der Aktion zu bremsen ohne den Botenstoff Haushalt zu beeinflussen schon zu Anfang entdeckt.

 

Die relativ hohen Herstellungskosten sowie Probleme bei der Synthetisierung ließen diese Variante für die Massenherstellung jedoch schnell uninteressant werden.

 

Dabei ist diese Art der Behandlung mit vielen Vorteilen für den Betroffenen zu sehen.

 

Ein Gel dieser Art verbleibt relativ lokal im Gewebe wo es aufgetragen wurde und lässt andere Areale des Körpersystems unberührt.

Durch die Wirkung auf die Nervenzelle und ihrer Synapsen direkt im Anwendungsbereich bleibt der Serotoninspiegel auch in der Synapse des Anwendungsbereiches unverändert. Lediglich das Signal zur Abgabe der Botenstoffe wird gehemmt. 

Obwohl für die perkutane Einwirkung auch eine Vorbereitungszeit von  ca. 10 Minuten notwendig ist kann diese von den Partnern in das Liebesspiel miteinbezogen werden und wird so als weniger störend empfunden.

 

Die Verwendung eines Kondoms ist dabei nicht mehr erforderlich. Bei erster Anwendung ist etwa eine 4-6 mal längere Zeit bis zur Ejakulation zu erwarten. Bei regelmäßiger Anwendung ist ein nachhaltiger Effekt auf die Transmitterfrequenz der Nervenzellen festzustellen. Xaramax kann nicht überdosiert werden und ist in Europa nicht verschreibungspflichtig.

 

Die offensichtlichen Vorteile erschließen sich jedoch nicht nur aus der Anwenderfreundlichkeit und verminderter Belastung des Körpersystems sondern hauptsächlich dadurch, dass Xaramax indirekt auf das Ungleichgewicht im Botenstoffhaushalt zu wirken vermag.  Dadurch werden gezielt nur die Reize ausgeschaltet die zur unkontrollierten Ejakulation führen, wobei das normale Gefühlsempfinden im Glied erhalten bleibt.

Die Funktion auf die Nerventransmitter und den allgemeinen Zusammenhang lesen Sie hier......

 

Xaramax Gel Die sanfte Hilfe bei vorzeitigem Samenerguss. Betäubt nicht und lässt den Serotoninspiegel unberührt.
Xaramax Gel Die sanfte Hilfe bei vorzeitigem Samenerguss. Betäubt nicht und lässt den Serotoninspiegel unberührt.
Xaramax in 50%iger Konzentration als Spray. Genauso wirksam - easy to go - und besonders auf Reisen ein optimaler Begleiter.
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Xaramax mit erhöhtem Anteil von Calciumionen und einer Mohnöl-basierten 2-fach Konzentration für die ganz besondere Ausdauer.
Xaramax mit erhöhtem Anteil von Calciumionen und einer Mohnöl-basierten 2-fach Konzentration für die ganz besondere Ausdauer.

HAUSMITTELCHEN MIT GEFAHREN


IMMER NOCH VERWENDET

Lokale Betäubungsmittel (Lokalanästhetika) sind verschiedene Sprays und Salben, die die eigentlich zur Betäubung vor Operationen oder kleineren Eingriffen gedacht sind. Diese werden auch des öfteren als "letzter Ausweg" von Betroffenen angewendet. Diese Mittel bergen jedoch auch Gefahren, besonders bei häufiger Anwendung. Wie alle Lokalanästhetika können die typischen Nebenwirkungen auftauchen; dazu gehören Wirkungen im Bereich des zentralen Nervensystems (wie z. B. Unruhe, Krampfanfälle u. a.), des Herzens (Rhythmusstörungen), Blutdruckabfall und allergische Reaktionen. Bei einer Überdosierung besteht die Gefahr des Sauerstoffmangels im Blut bis hin zum Koma. In sehr geringer Konzentration findet man diese Mittel in gängigen Produkten aus Sexshops oder auch in Kondomen mit dementsprechender Funktion.

 

DIE PHARMA-NOT-LÖSUNG

Psychopharmaka, also Medikamente, die direkt auf die Gehirnaktivität wirken, können auch zur Behandlung des vorzeitigen Samenergusses eingesetzt werden, sind jedoch dafür nicht zugelassen und das aus gutem Grund. Beispiele sind Clomipramin, Citalopram oder selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI), wie Paroxetin, Sertralin und Fluoxetin. Ursprünglich fielen bei dieser Substanzgruppe eine verminderte Libido und Erregbarkeit als Nebenwirkungen auf - Effekte, die man teilweise erfolgreich in der Therapie der Ejaculatio praecox einsetzen konnte. Sie können Nebenwirkungen (z. B. Übelkeit und Kopfweh) hervorrufen und haben eine lange Halbwertszeit. Außerdem müssen sie täglich über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, bis sich eine Wirkung einstellt. Ihre Wirkung entfalten Antidepressiva also nur in der Dauertherapie. Sie können nicht nur im Bedarfsfall angewendet werden. Diese Medikamente sind nicht für die Behandlung des vorzeitigen Samenergusses zugelassen, man spricht daher von Off-Label-Use. Nur der Arzt kann sie verordnen.

 

Weitere Medikamente, die nachgewiesenermaßen als Nebenwirkung die Ejakulationsmöglichkeiten hemmen: verschiedene Alphablocker wie Phenoxybenzamin, Betablocker und trizyklische Antidepressiva wie Clomipramin. Clomipramin verlängert die Zeit um das 1,4-fache, allerdings müssen sie zwei bis sechs Stunden vor dem erwarteten Geschlechtsverkehr eingenommen werden. Außerdem gilt auch hier, dass diese Medikamente nicht für die Behandlung des vorzeitigen Samenergusses zugelassen sind. Auch diese müssen von einem Arzt verschrieben werden.

 

Bei allen Formen der Behandlung bleibt eine Heilung der "lebenslangen" Ejaculatio praecox allerdings aus;

das Problem besteht nach dem Absetzen der Medikamente weiterhin. Bei der erworbenen Form ist eine Wiederherstellung der normalen Serotoninwiederaufnahme möglich, durch Einsatz absorbenter Botenstoffblocker sogar wahrscheinlich.